Thema 3
Grundlagen Netzwerke
Wie ist das Internet aufgebaut, wie finden Geräte zueinander und welche Protokolle stecken dahinter? Zu jedem Arbeitsblatt gehört ein kurzes Studyflix-Erklärvideo. Schau das Video, bearbeite das Blatt und prüfe dich anschließend mit der Lösung.
Noch nicht alles verstanden? Weiter recherchieren!
Die Studyflix-Videos gehen teils recht tief. Wenn dir ein Video zu schnell ist oder du ein Thema genauer verstehen möchtest, ist das völlig normal – such dir dann gezielt weitere Erklärungen: Auf Studyflix und YouTube findest du zu jedem Begriff ähnliche Videos, und in der Wikipedia kannst du in Ruhe nachlesen. Es ist keine Schwäche, ein Thema mehrfach aus verschiedenen Quellen anzuschauen – genau so lernt man es richtig.
Pflicht
Pflicht — Basis
Diese Blätter bearbeiten alle
Die Arbeitsblätter AB1 bis AB4 bilden den Kern des Themas: Aufbau des Internets, IP-Adressen (öffentlich und privat), die Namensauflösung über DNS sowie das Client-Server-Modell mit den wichtigsten Protokollen. Diese Inhalte sind verbindlich und prüfungsrelevant.
AB1 — Wie funktioniert das Internet?
Ein Überblick über die wichtigsten Bausteine des Internets: Server und Client, Router, Provider, IP-Adressen und Datenpakete. Am Beispiel eines Webseitenaufrufs wird gezeigt, wie alles zusammenspielt.
Video ansehen: „Wie funktioniert das Internet?" (≈ 4:14 Min.)
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Aufgabe 1 – Begriffe:
| Begriff | Aufgabe |
|---|---|
| Internet | weltweiter Verbund vieler Netzwerke |
| Server | stellt Daten bereit (z. B. Webseiten) |
| Client | anfragendes Endgerät (z. B. dein PC) |
| Router | leitet Datenpakete weiter („Wegweiser") |
| Provider | stellt den Internetzugang bereit |
| IP-Adresse | eindeutige numerische Adresse eines Geräts |
| Datenpaket | zerlegte, nummerierte Dateneinheit |
| TCP/IP | Protokollfamilie für Transport und Vermittlung |
Aufgabe 2 – So erscheint eine Webseite (richtige Reihenfolge):
Aufgabe 3 – Das Internet als Postsystem:
- Client = Absender
- Server = Empfänger
- Router = Briefzentrum
- IP-Adresse = Adresse / Hausnummer
- Provider = Postunternehmen
AB2 — Was ist eine IP-Adresse?
Jedes Gerät im Netz braucht eine eindeutige Adresse. Hier geht es um den Unterschied
zwischen öffentlichen und privaten IP-Adressen, um IPv4 und IPv6 und um den Befehl
ip address.
Zur Studyflix-Seite: „Was ist eine IP-Adresse?"
Video noch nicht verfügbar
Zu diesem Thema gibt es auf Studyflix aktuell noch kein Video. Lies stattdessen den Artikeltext auf der verlinkten Seite – er enthält alle Informationen für dieses Arbeitsblatt.
Eine IPv4-Adresse besteht aus vier durch Punkte getrennten Zahlenblöcken (je 0–255):
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Aufgabe 1 – Lückentext:
- Zahlenfolge
- öffentliche
- private
- IPv4
- IPv6
- ip address
- Router
Aufgabe 2 – IPv4 genauer: Vier Zahlenblöcke (0–255), getrennt durch Punkte. IPv6 wurde eingeführt, weil die IPv4-Adressen knapp wurden (größerer Adressraum).
Aufgabe 3 – Praktische Übung: Die privaten Adressen im Schulnetz liegen im selben Adressbereich, unterscheiden sich aber in der Host-Adresse (letzter Block).
Aufgabe 4 – öffentlich vs. privat: Alle Geräte des Heimnetzes teilen sich über den Router eine öffentliche IP-Adresse (NAT); intern haben sie jeweils eine eigene private Adresse.
AB3 — TCP/IP und DNS
TCP/IP ist die Protokollfamilie, auf der das Internet aufbaut. Der Schwerpunkt liegt auf dem DNS, das Domainnamen wie ein Telefonbuch in IP-Adressen übersetzt.
Video ansehen: „TCP/IP" (≈ 5:38 Min.)
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Aufgabe 1 – Begriffe:
| Begriff | Erklärung |
|---|---|
| TCP/IP | Gruppe von Netzwerkprotokollen, Grundlage des Internets |
| IP | zuständig für Adressierung und Vermittlung |
| TCP | zuständig für den zuverlässigen Transport |
| DNS | Namensauflösung: Domain → IP-Adresse |
| Namensauflösung | Übersetzung eines Namens in eine IP-Adresse |
Aufgabe 2 – DNS als Telefonbuch: Der „Name" ist der Domainname
(z. B. beispiel.de), die „Telefonnummer" die IP-Adresse. Der DNS-Server liefert
zu einem Namen die passende IP-Adresse.
Aufgabe 3 – Lückentext:
- Browser
- Domainname
- IP-Adresse
- DNS
- Router
- Server
- Datenpakete
Aufgabe 4 – Wenn das DNS streikt: Ohne DNS kann der Domainname nicht in eine IP-Adresse übersetzt werden. Der Browser weiß dann nicht, wohin er die Anfrage schicken soll, und die Seite lädt nicht – obwohl die Internetverbindung selbst noch steht.
AB4 — Das Client-Server-Modell und seine Protokolle
Wie arbeiten Client und Server zusammen, und welches Protokoll ist für welchen Dienst zuständig? Der Überblick reicht von SMTP und IMAP/POP3 über HTTP und HTTPS bis DNS. Dieses Modell steckt hinter fast allem, was wir im Schulnetz nutzen.
Video ansehen: „Client-Server-Modell"
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Aufgabe 1 – Protokoll-Tabelle:
| Dienst | Protokoll |
|---|---|
| E-Mails senden | SMTP |
| E-Mails empfangen | IMAP oder POP3 |
| Webseiten aufrufen | HTTP |
| Sichere Webseite aufrufen | HTTPS |
| Domain in IP-Adresse umwandeln | DNS |
Aufgabe 2 – Zuordnung: a) SMTP · b) IMAP oder POP3 · c) HTTP · d) HTTPS · e) DNS.
Aufgabe 3 – HTTP vs. HTTPS: HTTPS verschlüsselt die Übertragung (TLS/SSL) und schützt die Daten vor dem Mitlesen. Deshalb ist HTTPS bei Login und Onlinebanking erforderlich.
Aufgabe 4 – Eine E-Mail auf dem Weg: HTTPS (Webseite öffnen) → SMTP (E-Mail an den Mailserver versenden) → beim Empfänger IMAP oder POP3 (E-Mail abrufen).
Praxis
Praxis — das Schulnetz live erkunden
AB8 — Das Schulnetz erkunden (Konsolenbefehle)
Praktische Übung am Schul-PC: Mit echten Konsolenbefehlen im Terminal die eigene IP-Adresse, das Gateway, den DNS-Server und den Weg der Datenpakete durchs Netz sichtbar machen. Baut direkt auf AB1–AB3 auf – kein Video, nur Terminal und Beobachten.
Erwartete Ergebnisse anzeigen
Die genauen Werte hängen vom jeweiligen PC ab – wichtig ist die richtige Form der Antwort.
Aufgabe 1 – Netzwerk-Identität: a) IP-Adresse im Schulnetz
beginnt mit 10.… (z. B. 10.80.8.120), Präfix /16.
b) Standard-Gateway 10.80.0.1. c) Suchdomäne ohg-netz.llan.
Aufgabe 2 – Erreichbarkeit & Tempo: Der eigene Router (a)
antwortet in wenigen Millisekunden (≈ 2 ms), der Internet-Server 8.8.8.8
(b) deutlich langsamer (≈ 10 ms). c) Der Router steht im Haus, das Signal muss also
einen viel kürzeren Weg zurücklegen als bis zu einem Server im Internet.
Aufgabe 3 – DNS: a) Eine IPv4-Adresse aus vier Zahlenblöcken,
z. B. 91.198.174.192. b) Eine IPv6-Adresse mit Doppelpunkten, z. B.
2620:0:862:ed1a::1.
Aufgabe 4 – Weg durchs Netz: Hop 1 ist das eigene
gateway, danach folgt die firewall.ohg-goe.net – diese
Station gehört zur Schule und schützt das Netz. Danach geht es über das Rechenzentrum
(GWDG Göttingen) weiter ins Internet.
Aufgabe 5 – Server-Antwort: a) Statuscode 200.
b) Der eigene Rechner (Client) hat den Wikipedia-Server nach der Startseite gefragt;
„200" bedeutet: Anfrage erfolgreich, alles in Ordnung.
Zusatz
Zusatz — für Schnelle
Freiwillige Vertiefung
Die Arbeitsblätter AB5 bis AB7 gehen über das Basis-Niveau hinaus (Proxy-Server, OSI-Modell, TCP-Interna). Sie sind ein freiwilliges Angebot für alle, die schneller fertig sind oder tiefer einsteigen möchten – und auf Basis-Niveau nicht klausurrelevant.
AB5 — Der Proxy-Server
Ein Proxy schaltet sich als Vermittler zwischen Gerät und Internet. Es geht um Caching, Filterung, Privatsphäre und Sicherheit – und um den Unterschied zum VPN.
Video ansehen: „Was ist ein Proxy Server?"
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Aufgabe 1 – Was ist ein Proxy? Ein Stellvertreter bzw. Vermittler zwischen Client und Internet. Er nimmt Anfragen entgegen und leitet sie mit seiner eigenen IP-Adresse weiter.
Aufgabe 2 – Einsatzgründe:
| Zweck | Wie der Proxy das erreicht |
|---|---|
| Schnelleres Surfen (Caching) | speichert häufige Inhalte zwischen |
| Filterung / Zugriffskontrolle | sperrt oder gibt Seiten frei |
| Privatsphäre / Anonymität | verbirgt die eigene IP-Adresse |
| Sicherheit / Schutz | wirkt als Barriere vor schädlichen Inhalten |
Aufgabe 3 – Szenarien: a) sinnvoll (Zugriffskontrolle / Filter); b) sinnvoll (nach außen erscheint nur die IP des Unternehmens statt der einzelnen Endgeräte).
Aufgabe 4 – Proxy vs. VPN: Ein VPN verschlüsselt den gesamten Datenverkehr aller Anwendungen und tunnelt ihn. Ein Proxy wirkt meist nur für einzelne Anwendungen oder Dienste und verschlüsselt nicht zwingend.
AB6 — Das OSI-Modell
Das OSI-Modell gliedert die Netzwerkkommunikation in sieben Schichten. Hier werden die Schichten eingeordnet und mit dem TCP/IP-Modell verglichen.
Video ansehen: „OSI-Modell" (≈ 5:25 Min.)
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Aufgabe 1 – Die sieben Schichten (von unten nach oben):
| Schicht | Name |
|---|---|
| 1 | Bitübertragung |
| 2 | Sicherung |
| 3 | Vermittlung |
| 4 | Transport |
| 5 | Sitzung |
| 6 | Darstellung |
| 7 | Anwendung |
Aufgabe 2 – Protokolle zuordnen: HTTP, SMTP, DNS → Schicht 7; TCP, UDP → Schicht 4; IP → Schicht 3.
Aufgabe 3 – OSI und TCP/IP: Schicht 1–2 ≈ Link; Schicht 3 ≈ Internet; Schicht 4 ≈ Transport.
Aufgabe 4 – Ein Aufruf durch die Schichten: Die Anwendungsschicht (7) fragt per DNS die IP-Adresse ab und stellt dann die HTTP-Anfrage an den Webserver. Die Antwort wandert durch die Schichten wieder nach oben.
AB7 — TCP: zuverlässige Datenübertragung
Wie sorgt TCP dafür, dass Daten vollständig und in der richtigen Reihenfolge ankommen? Und wann ist das schnellere, aber ungesicherte UDP die bessere Wahl?
Video ansehen: „TCP" (≈ 5:16 Min.)
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Aufgabe 1 – TCP vs. UDP:
| Eigenschaft | TCP | UDP |
|---|---|---|
| Verbindung | verbindungsorientiert | verbindungslos |
| Zustellgarantie | ja (zuverlässig) | nein |
| Reihenfolgekontrolle | ja | nein |
| Latenz | höher | geringer |
| Beispiel | Webseiten, E-Mail | Streaming, Videocall |
Aufgabe 2 – Wie TCP arbeitet: a) TCP zerlegt den Datenstrom in Segmente. b) Die Nummerierung sichert die korrekte Reihenfolge beim Empfänger. c) Fehlende Pakete werden über ausbleibende Bestätigungen erkannt und erneut angefordert. d) Verbindungen werden über Port-Nummern den Anwendungen zugeordnet.
Aufgabe 3 – Pakete nummerieren:
| Segment-Nr. | Inhalt |
|---|---|
| 1 | Das |
| 2 | Internet |
| 3 | besteht |
| 4 | aus |
| 5 | vielen |
| 6 | Netzwerken. |
b) Zusammengesetzt: „Das Internet besteht aus vielen Netzwerken." c) TCP bemerkt das fehlende Segment (keine Bestätigung) und sendet es erneut.
Aufgabe 4 – Wann nimmt man UDP? Bei Live-Videocall oder Online-Spiel ist geringe Latenz wichtiger als vollständige Übertragung – ein spät ankommendes Paket wäre nutzlos. Deshalb verzichtet UDP auf den Neuversand.